Hunde und Katzen aneinander gewöhnen: So klappt’s auch bei dir zu Hause!
Du willst, dass Hund und Katze bei dir daheim friedlich zusammenleben? Dann bist du hier genau richtig. Ich habe selbst erlebt, wie knifflig das manchmal sein kann – aber auch, wie wunderbar es wird, wenn sich beide Tiere akzeptieren oder sogar richtig gernhaben.
Mit ein bisschen Geduld und Herz schaffst du das auch! Ich zeige dir hier die 10 besten Tipps, wie du Hunde und Katzen aneinander gewöhnen kannst – ganz ohne Stress, aber mit viel Gefühl.
Am Ende findest du eine praktische Checkliste, eine Pro-und-Contra-Tabelle und einen besonderen Tierkenner-Tipp von mir.
Warum klappt das nicht einfach von selbst?
Viele denken: „Ach, das sind doch beides Haustiere, die gewöhnen sich schon aneinander.“ Ganz so einfach ist es leider nicht. Hunde und Katzen sprechen nämlich völlig unterschiedliche Sprachen. Was ein Hund spannend findet, findet eine Katze vielleicht bedrohlich – und umgekehrt. Hier findest du mehr Informationen über die Sprache der Katzen.
Genau deshalb braucht es dich: als ruhige, liebevolle Verbindung zwischen beiden Tieren.
Die 10 besten Tipps, wie du Hund und Katze aneinander gewöhnst
1. Gib ihnen Zeit
Bitte erwarte nicht, dass Hund und Katze gleich beste Freunde werden. Manche brauchen nur ein paar Tage, andere mehrere Wochen. Jedes Tier ist anders – so wie wir Menschen auch.
2. Jedes Tier braucht seinen Platz
Stell dir vor, plötzlich zieht jemand bei dir ein, den du nicht kennst, und schläft direkt neben dir. Unangenehm, oder? Genauso geht es Hund und Katze. Gib beiden einen Ort, an dem sie sich zurückziehen können – ungestört und sicher.
3. Gerüche tauschen – ganz ohne Stress
Nimm ein weiches Tuch, streichle damit erst deinen Hund, dann leg es ins Körbchen der Katze – oder umgekehrt. So lernen sie sich über den Geruch kennen. Für Tiere ist das wie ein erstes Kennenlernen, ohne dass sie sich direkt gegenüberstehen.
4. Erstes Treffen: besser mit Abstand
Wenn sich Hund und Katze zum ersten Mal sehen, halte den Hund an der Leine. Die Katze sollte frei entscheiden können, wie nah sie kommen will. Am besten machst du das Treffen in einem ruhigen Raum, ohne viel Ablenkung.
5. Belohnung nicht vergessen
Wenn der Hund ruhig bleibt und die Katze nicht faucht oder flieht – prima! Dann gibt’s ein Leckerli. So verknüpfen beide das Treffen mit etwas Positivem.
6. Kleine Schritte, viele Wiederholungen
Täglich ein bisschen – das ist besser als alles auf einmal. Fünf bis zehn Minuten am Tag reichen am Anfang völlig aus.
7. Sei gerecht
Beide Tiere wollen dich für sich. Achte darauf, dass sich niemand benachteiligt fühlt. Mal spielst du mit dem Hund, mal mit der Katze – am besten zu getrennten Zeiten.
8. Spielen verbindet – aber vorsichtig
Wenn es soweit ist, kannst du versuchen, mit beiden gleichzeitig zu spielen. Nimm dafür zwei Spielzeuge – eins für jedes Tier. Achte gut auf die Stimmung. Wenn es zu wild wird, lieber abbrechen.
9. Körpersprache lesen
Dein Hund bellt plötzlich oder starrt die Katze an? Deine Katze zieht die Ohren zurück oder zuckt mit dem Schwanz? Dann sind sie gestresst. Brich das Treffen besser ab und versuch es später nochmal.
10. Vorher zum Tierarzt
Klingt vielleicht komisch, aber wenn ein Tier Schmerzen hat oder krank ist, reagiert es oft gereizter. Ein kurzer Check beim Tierarzt vor dem Zusammenleben ist also eine gute Idee.
Wenn es mal schwierig wird…
Manche Hunde haben von Natur aus einen starken Jagdtrieb. Manche Katzen sind besonders sensibel. Das ist kein Fehler – sondern Charakter. Wenn es nach Wochen immer noch nicht klappt, hol dir Hilfe von einem erfahrenen Tiertrainer oder Verhaltenstherapeuten. Manchmal braucht es einfach professionelle Unterstützung.
Checkliste: Hunde und Katzen aneinander gewöhnen
- Rückzugsorte für beide Tiere eingerichtet
- Gerüche vorsichtig getauscht
- Erste Begegnung geplant (Hund an der Leine)
- Leckerlis und Lieblingsspielzeug bereit
- Tägliche, kurze Begegnungen durchgeführt
- Auf Körpersprache geachtet
- Gemeinsames Spiel ausprobiert
- Zeit und Zuneigung gerecht verteilt
- Beide Tiere beim Tierarzt vorgestellt
- Hilfe gesucht, wenn nötig
Pro und Contra: Hund und Katze gemeinsam halten
| Pro | Contra |
| Tiere sind nicht allein, wenn du weg bist | Am Anfang viel Geduld nötig |
| Oft entstehen richtige Freundschaften | Eifersucht kann entstehen |
| Gemeinsames Spielen kann Spaß machen | Unterschiedliche Bedürfnisse |
| Du lernst viel über Tierverhalten | Manche Tiere brauchen professionelle Hilfe |
| Es ist einfach schön, wenn’s klappt | Nicht jedes Tier-Paar passt zueinander |
Mein persönlicher Tipp für dich
Wenn du die Wahl hast, nimm als Zweittier am besten ein Jungtier. Ein Welpe oder Katzenkind ist oft neugieriger und offener – und das macht das Kennenlernen viel einfacher. Noch besser ist es, wenn ein Tier schon andere Tiere kennt.
Fotoquelle: ChatGPT

